Montag, Februar 9, 2026

Die Geschichte des Heinrich-Hertz-Fernsehturms in Hamburg

Der Heinrich-Hertz-Turm in Hamburg ist ein Bauwerk, das nicht nur durch sein architektonisches Erscheinungsbild, sondern auch durch seine interessante Geschichte beeindruckt. Der Turm symbolisiert Hamburgs Streben nach Innovation und Fortschritt. In diesem Artikel erzählen wir die Entstehungsgeschichte eines der höchsten Fernsehtürme Deutschlands. Mehr dazu auf hamburgfuture.eu.

Der Bau des Hamburger Fernsehturms

Die Arbeit des Hamburger Physikers Heinrich Hertz legte den Grundstein für das Zeitalter der drahtlosen Kommunikation, die wir heute täglich nutzen. Der geniale deutsche Physiker wurde auf vielfältige Weise geehrt, unter anderem mit dem nach ihm benannten Funkturm in Hamburg.

Anfang der 1960er-Jahre entschied die deutsche Bundespost, die für die Übertragung des zweiten und dritten Fernsehprogramms zuständig war, den Bau eines leistungsstarken Telekommunikationsturms in Hamburg. Zu diesem Zweck wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, bei dem sieben Projekte in die Endrunde gelangten. Der Entwurf des Architekten Fritz Trautwein in Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren Jörg Schlaich, Rudolf Bergermann und Fritz Leonhardt setzte sich durch, da er wirtschaftlich effizienter war als die anderen Vorschläge.

Im April 1965 begann der Bau des Hamburger Fernsehturms. Der Grundstein wurde am 25. Mai 1965 vom damaligen Bundespostminister Richard Stücklen gelegt. Mit einer Gesamthöhe von 276,5 Metern war der Turm eine der höchsten Konstruktionen Hamburgs. Er bestand aus einem 204 Meter hohen Stahlbetonschaft, der von einem 45 Meter hohen Stahlgittermast und einem zylindrischen, dreiteiligen Segment von etwa 30 Metern für verschiedene Antennen gekrönt wurde.

Der Bau des Hamburger Fernsehturms kostete die Stadt 57 Millionen Deutsche Mark. Das Projekt war eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben seiner Zeit und eine erhebliche Investition in die technologische Entwicklung der Region. Die Bauarbeiten wurden im Juni 1967 abgeschlossen, und der Turm wurde offiziell am 1. Mai 1968 für Besucher eröffnet. Eine Gedenktafel an der Turmwand trägt die Inschrift: „Heinrich Hertz – Sohn der Stadt Hamburg.“ Zum Zeitpunkt der Eröffnung war der Turm nach dem Olympiaturm in München das zweithöchste Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland und beherbergte eine Station des geodätischen Amtes der Stadt Hamburg.

Beliebtheit und Sanierung des Fernsehturms

Der Heinrich-Hertz-Turm ist eines der bekanntesten architektonischen Wahrzeichen Hamburgs und ein Symbol für ingenieurtechnische Meisterleistungen. Der in St. Pauli gelegene Telekommunikationsturm, im Volksmund auch „Tele-Michel“ genannt, überragt alle anderen Gebäude der Stadt. Bis 2001 gab es auf dem Turm ein sich drehendes Restaurant mit Aussichtsplattform, das sich innerhalb einer Stunde einmal um die eigene Achse drehte. Zudem war eine Bungee-Jumping-Station sehr beliebt bei Einheimischen und Touristen. Leider wurden Restaurant und Aussichtsplattform später für die Öffentlichkeit geschlossen, und der Turm wurde unter Denkmalschutz gestellt.

Aufgrund von Asbestbelastung wurde der Fernsehturm mehreren Sanierungsphasen unterzogen, um seine Funktionalität zu erhalten. Während einer der wichtigsten Phasen wurde die technische Infrastruktur erheblich verbessert, moderne Geräte zur Übertragung von Radio- und Fernsehsignalen installiert und die Konstruktionen verstärkt, um ihre Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten.

Im Jahr 2004, im Zuge der Erweiterung des Hamburger Messegeländes, wurden umfangreiche Arbeiten an der Umgebung des Heinrich-Hertz-Turms durchgeführt. Insbesondere die Eingangszone und das Produktionsgebäude in der Nähe des Turms wurden umgebaut. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Sockel des Turms komplett neu gestaltet, was sein äußeres Erscheinungsbild erheblich verbesserte.

Der Hamburger Fernsehturm, der nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz benannt ist, ist ein Symbol der Anerkennung seines bedeutenden Beitrags zur Wissenschaft. Dieses Bauwerk dient nicht nur als Telekommunikationsknotenpunkt, sondern ehrt auch das Andenken an einen Wissenschaftler, dessen Arbeit die Welt verändert hat.

Latest Posts

....... . Copyright © Partial use of materials is allowed in the presence of a hyperlink to us.