Montag, Februar 9, 2026

Die Geschichte des Gebäudes der Staatsanwaltschaft Hamburg

Die Geschichte des Gebäudes der Staatsanwaltschaft Hamburg ist eng mit der Geschichte der Metropole verbunden, da sie den schwierigen Weg der Entwicklung des Rechtssystems widerspiegelt. Reformen, politische Veränderungen und das wachsende berufliche Niveau spielten eine wichtige Rolle beim Schutz der Hamburger Bürger. Weiter auf hamburgfuture.eu.

Die Staatsanwaltschaft bleibt eine der führenden Institutionen im Justizsystem Deutschlands. Jeder Bürger weiß, dass die Gesetze strikt eingehalten und die Sicherheit der Stadtbewohner gewährleistet werden. In der Hamburger Staatsanwaltschaft arbeiten etwa 600 Mitarbeiter, darunter 210 Staatsanwältinnen und rund 50 Bezirksstaatsanwältinnen.

Die Geschichte der Staatsanwaltschaft

Die Hamburger Staatsanwaltschaft besteht seit mehr als 150 Jahren. 1842 appellierte die Gemeinde an den Hamburger Senat, eine öffentliche Anklageschrift auszuarbeiten und eine Staatsanwaltschaft zu schaffen. Anfänglich scheiterte diese Idee, doch der Senat arbeitete weiterhin an der Reform des Strafprozessrechts, was schließlich 1869 zur Gründung der Staatsanwaltschaft in Hamburg führte.

Der erste Staatsanwalt Hamburgs war Otto Samuel Ludwig Mittelstädt. Sein Nachfolger wurde 1876 Eugen Julius Theodor Braband. Mit dem Inkrafttreten der Gerichtsverfassungsgesetze von 1879 wurde eine Generalstaatsanwaltschaft eingerichtet. In dieser Zeit wurden Ermittlungen durchgeführt, Anklagen erhoben und die Durchsetzung gerichtlicher Entscheidungen überwacht. Die Institution erweiterte schrittweise ihre Funktionen. Bereits 1890 erhielt die Staatsanwaltschaft der Metropole mit dem Tod des Oberstaatsanwalts Hirsch einen eigenen Leiter, Richard Julius Alexander Kessler.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der von den Nationalsozialisten ernannte Staatsanwalt August Schubert entlassen. Er hatte die Vernichtung von Informationen über politische Gefangene und Verbrechen des NS-Regimes angeordnet. 1958 wurde Heinrich Scholz zum Generalstaatsanwalt des Landes ernannt. Er gründete fünf eigenständige Abteilungen und richtete zwei Sonderabteilungen zur Untersuchung von Gewaltverbrechen während der NS-Zeit ein.

Das Gebäude der Staatsanwaltschaft

Das Gebäude der Staatsanwaltschaft war ursprünglich klassisch gestaltet, was den architektonischen Trends der damaligen Zeit entsprach. Der Stil war an die Renaissance angelehnt und betonte die Bedeutung staatlicher Institutionen für die Bürger. Nach dem Ersten Weltkrieg, in den 1920er- und 1930er-Jahren, musste das Gebäude erweitert werden. 1933 wurde es reorganisiert, um den neuen ideologischen Anforderungen zu entsprechen. Die Staatsanwaltschaft wurde in zentralen Gebäuden der Stadt untergebracht, wobei die Architektur von den Nationalsozialisten beeinflusst wurde, die der Ansicht waren, dass staatliche Einrichtungen Symbole der Kontrolle darstellen sollten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude der Staatsanwaltschaft nach den Bombardierungen Hamburgs wieder aufgebaut. Während der umfassenden Wiederaufbauarbeiten wurde die Staatsanwaltschaft modernisiert, und die Büros wurden mit Technik ausgestattet.

Moderne Architektur

Die Staatsanwaltschaft befindet sich in der Gorch-Fock-Wall und ist die zweitgrößte Staatsanwaltschaft des Landes. Sie gilt als architektonisches Denkmal. 2010 begann der Bau eines neuen Gebäudes im Viertel Michaelis-Quartier. Ziel des Projekts war es, alle Abteilungen der Staatsanwaltschaft zu vereinen und ein modernes Arbeitszentrum zu schaffen. Seit 2019 ist die Staatsanwaltschaft auf mehrere Dienstgebäude in der Gorch-Fock-Wall, Kaiser-Wilhelm-Straße und Ludwig-Erhard-Straße verteilt. Ab 2024 führte der Übergang eines Großteils der Kompetenzen an den Parlamentsrat dazu, dass die meisten staatlichen Institutionen an die Regierung übergingen. Das Michaelis-Quartier wurde intensiver ausgebaut.

Es ist bemerkenswert, dass sich die Architektur des Gebäudes in jeder Entwicklungsphase der Staatsanwaltschaft veränderte, von einem neorenaissance Stil zu modernen Lösungen. Dieses Gebäude spielt eine wichtige Rolle im Leben Hamburgs, da es die Rechtsordnung, den Lauf historischer Veränderungen und die Geschichte der Metropole symbolisiert.

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