Moderne Menschen können nicht ohne Elektrizität leben, da es in jeder Wohnung zahlreiche Geräte gibt, die den Alltag erleichtern. Sie unterstützen bei der Hausarbeit, ermöglichen das Arbeiten und Lernen. Elektrizität spielt eine entscheidende Rolle in jeder Stadt, denn sie sorgt nicht nur für die Beleuchtung von Straßen und Gebäuden, sondern auch für den Betrieb von Unternehmen, Krankenhäusern und wichtigen Infrastrukturobjekten. Mehr dazu auf hamburgfuture.eu.
Historische Momente
Noch im Jahr 1750 sahen die Hamburger erstmals Elektrizität, als ein Schausteller den Einwohnern anbot, gegen eine Gebühr von einem Schilling einen „elektrischen Schlag“ von einer Maschine zu erleben. Über 100 Jahre vergingen, bevor Elektrizität in der Industrie eingesetzt wurde. 1873 nutzte die „Norddeutsche Affinerie“ (heute „Aurubis“) eine Maschine zur elektrolytischen Metallgewinnung. Dies war ein entscheidender Moment, in dem Elektrizität in Hamburg industriell genutzt wurde.
Die eigentliche Elektrifizierung der Stadt begann 1879, als die Kais im Hamburger Hafen erstmals elektrisch beleuchtet wurden. Der Rathausmarkt erstrahlte 1882 im Licht der Elektrizität. Zwei Jahre später wurde im Weinrestaurant „Börsenkeller“ der erste Stromzähler in Hamburg installiert.
Ende der 1880er Jahre wurden die ersten Versuche unternommen, elektrische Straßenlaternen einzusetzen. Bis dahin wurde die Stadt von Gaslaternen beleuchtet, deren Wartung teuer war. 1888 wurden auf den Hauptstraßen Hamburgs die ersten elektrischen Straßenlaternen installiert. Sie erhöhten die Sicherheit in der Stadt und waren wesentlich kostengünstiger als Gaslaternen.
Leben mit Elektrizität
Dennoch galt Elektrizität als großer Luxus für die meisten Hamburger. Nach der Modernisierung des Heizwerks in der Poststraße wurden die Grundlagen für ein ökologisch sauberes Fernwärmenetz gelegt, das bis 1920 das größte in Europa werden sollte.

Um Hamburg mit Elektrizität zu versorgen, plante die Stadt den Ausbau der Infrastruktur zur Energieproduktion und -versorgung. Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine der ersten Elektrizitätswerke im Stadtteil Speicherstadt gebaut. Dank des Hafens war der Zugang zu Kohle, die für den Betrieb der Kraftwerke benötigt wurde, vergleichsweise einfach.
Die Industrie benötigte ebenfalls Elektrizität, um ihre Kapazitäten auszubauen. Dank der Elektrifizierung konnten viele Prozesse automatisiert werden. Große Motoren und Mechanismen wurden elektrisch betrieben, was zuvor nur mit menschlicher Kraft oder Dampfantrieb möglich war. 1894 begann in Hamburg der erste elektrische Straßenbahnverkehr. Dieses Verkehrsmittel wurde schnell populär und war sehr gefragt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es möglich, mit der Straßenbahn viele Stadtteile Hamburgs zu erreichen.
Auch im Alltag der Menschen erleichterte Elektrizität die Arbeit. Elektrische Geräte wie Lampen, Kühlschränke und Waschmaschinen machten die Hausarbeit einfacher und zeitsparender.
Dank der Einführung der Elektrizität entwickelte sich Hamburg zu einem Innovationsführer in Deutschland. Elektrizität machte das Leben der Hamburger komfortabler und trieb die Entwicklung der Stadt voran.