Musik, Kino, Theater und Kunst sind untrennbar mit der Architektur Hamburgs verbunden. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Elbphilharmonie. Dieses beeindruckende Bauwerk ist ein Symbol der Stadt und zieht mit seinem eleganten Design sowohl Touristen als auch Einheimische in seinen Bann. Dieses architektonische Meisterwerk vereint moderne Technologien und künstlerische Ausdruckskraft und schafft einen einzigartigen Raum für musikalische und kulturelle Veranstaltungen. In diesem Artikel erzählen wir die Geschichte des beeindruckenden Gebäudes der Elbphilharmonie, ihres Baus und ihrer Eröffnung. Mehr auf hamburgfuture.eu.
Die Geschichte des Baus der Elbphilharmonie
Die Elbphilharmonie in Hamburg ist ein musikalisches Schiff, das mit vollen Segeln auf die Elbmündung und die Nordsee zufährt. Die gläserne Konstruktion erinnert an ein aufgezogenes Segel, weckt jedoch auch Assoziationen mit einem Wellenkamm oder einem glänzenden Kristall aus klarem Quarz.
1966 wurde am Großen Grasbrook nach den Plänen von Werner Kallmorgen ein Hafenspeicher für Kakao, Tee und Tabak erbaut, der „Kaispeicher A“ genannt wurde. Mit der Zeit verlor das Lagerhaus seine funktionale Bedeutung und wurde bald zu einem idealen Ort für die Umsetzung eines modernen Projekts des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron (HdeM), das 1978 von den Baslern Jacques Herzog und Pierre de Meuron gegründet wurde.

Laut dem Entwurf von Herzog & de Meuron sollte der Hafenspeicher als achtstöckiges „Sockelgebäude“ mit einer Fassade aus rotem Backstein dienen. Dieses wurde zur Basis für die Errichtung der Elbphilharmonie. Der Grundstein wurde am 2. April 2007 gelegt. Die Verbindung zwischen der alten Erscheinung des Kaispeichers A und der gewagten Form des funkelnden Glaskörpers ist das Markenzeichen der Elbphilharmonie. So verschmelzen Alt und Neu in einer beeindruckenden Symbiose, die einzigartige Lage und hervorragende Akustik vereint.
Details und Besonderheiten des Kulturkomplexes

Das alte Hamburg war schon immer ein kreatives Zentrum. Als Freihafen und Handelsstadt eröffnete es 1678 das erste öffentliche Opernhaus der Welt. Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein Konzertsaal, sondern ein großer Kulturkomplex, der neues Leben in das wenig beliebte Industrieviertel Hamburgs bringen soll.
Das Herzstück der Elbphilharmonie ist ein Konzertsaal von Weltrang mit 2.150 Sitzplätzen, der sich 50 Meter über der Elbe befindet. Der kleine Saal bietet Platz für 550 Zuschauer, und das Kaistudio verfügt über weitere 170 Plätze.

Die Elbphilharmonie ist das höchste Wohngebäude Hamburgs. Der Kultur- und Wohnkomplex umfasst in seiner höchsten westlichen Spitze 26 Stockwerke und eine Gesamthöhe von 108 Metern (manche Quellen sprechen von 110 Metern). Neben den Konzert- und Probensälen beherbergt das Gebäude ein Hotel mit über 240 Zimmern, 45 Luxuswohnungen, Tonstudios, Geschäfte, Restaurants, Bars und Tiefgaragen. In der Mitte der Konstruktion zwischen dem gläsernen Aufbau und dem alten Backsteinlager befindet sich die „Plaza“, eine Aussichtsplattform, die für alle Besucher kostenlos zugänglich ist. Die Plattform ist mit einem 82 Meter langen Rolltreppensystem erreichbar.

Das Markenzeichen der Philharmonie sind 1.000 gebogene Fassadenelemente, die die Elbphilharmonie in einen riesigen Kristall verwandeln, der die Farben des Himmels, des Wassers und der Stadt reflektiert. Die Gesamtfläche des Gebäudes beträgt 120.000 Quadratmeter.
Die Eröffnung und das erste große Konzert

Das Interesse an der Eröffnung der Elbphilharmonie war enorm, was nicht überrascht. Die Deutschen bezeichneten das Gebäude als „die größte Baustelle des Landes“. Der Grundstein wurde bereits 2007 gelegt, doch die Eröffnung war aufgrund organisatorischer und finanzieller Probleme sowie Konflikten mehrfach verschoben worden. Der erste öffentliche Testkonzert fand am 25. November 2016 statt, und die offizielle Eröffnung folgte am 11. Januar 2017.
Zur feierlichen Eröffnung trat das Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks (NDR Elbphilharmonie Orchester) unter der Leitung des deutschen Dirigenten und Geigers Thomas Hengelbrock auf. Der Eröffnungskonzert fand vor 2.100 Gästen statt, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Die Karten für die erste Reihe kosteten bis zu 10.000 Euro.

Seit ihrer Eröffnung hat die Elbphilharmonie große Beliebtheit bei renommierten Künstlern und Musikensembles erlangt und dient außerdem als Austragungsort für verschiedene kulturelle und Bildungsprogramme in Hamburg.
Die lange Baugeschichte der Hamburger Konzerthalle hat sich ausgezahlt – das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Die Elbphilharmonie ist heute ein wahrhaftiges Symbol des modernen Hamburgs.